Jahreshauptversammlung und Vorstandswahlen bei den Freien Bürgern

Die im dreijährigen Rhythmus stattfindenden Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freien Bürger Wertheim am vergangenen Dienstag im Gasthaus „Rose“ in Nassig.

Zugleich wurde per einstimmig beschlossener Satzungsänderung der Vorstand um „bis zu vier Beisitzer“ erweitert, so dass dem Führungsgremium nunmehr bis zu acht Mitglieder angehören können.

Grund für die Satzungsänderung sei, erläuterte der Vorsitzende Marcus Götz, die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilen zu können und daneben weitere  Mitglieder stärker einbinden und nach vorne rücken zu können.

Bei den Vorstandswahlen wurde der bisherige Vorsitzende Marcus Götz erneut für weitere drei Jahre in das Amt gewählt. Als Stellvertreterin fungiert nun die Ortsvorsteherin von Kembach, Tanja Bolg. Sie löst Thomas Szabo ab, der nicht wieder kandidiert hatte. Keine Veränderungen gab es im Amt des Schriftführers und beim Kassenwart. Hier wurden Ludwig Oberdorf und Hans-Jürgen Hogh in Ihren bisherigen Ämtern bestätigt.
Jeweils einstimmig wurden als Beisitzer gewählt: Kurt Kraft, Christian Konrad, Norman Frank und Rüdiger Schulz. Neuer Kassenprüfer ist als Nachfolger von Arno Zegowitz nun Dominik Hauck in diesem Amt.

Das vergangene Jahr ließ Marcus Götz in seinem Rechenschaftsbericht Revue passieren. Neben einem Treffen mit dem Innenstadt- und Burgmanager Christian Schlager auf der Burg, bei der man auch die Bauarbeiten erläutert bekam, standen Besuche in der Gemeinschaftsschule „Alte Steige“ und in der Rotkreuzklinik auf dem Programm. Bei der Besichtigung der Schule an der Alten Steige konnte man sich von dem erheblichen Sanierungsbedarf insbesondere der Fachräume überzeugen. Man sei erschrocken gewesen, so Götz, dass diese sich noch auf dem Stand von vor 30 oder 40 Jahren befänden.

Der Besuch der Rotkreuzklinik konnte leider, so bedauerte Marcus Götz, nicht auf der Baustelle des Neubaus stattfinden, sondern fand in den bisherigen Räumlichkeiten der Klinik statt. Man hoffe nun, dass durch den Wechsel in der Geschäftsführung nicht wieder Unruhe in der Klinik aufkomme.

Besichtigungen von Wertheimer Unternehmen, im letzten Jahr stattete man König & Meyer einen Besuch ab, sollten auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Fest eingeplant seien die Firmen Lenz, alfi und Deutsche Everlite.

Das nächste Treffen findet bereits am Freitag 29.4. statt. Hier wird man die Erstaufnahmeeinrichtung am Reinhardshof besichtigen. Als weitere soziale Einrichtungen stehen Besuche bei der Wertheimer Tafel und den Wertheimer Werkstätten an. Auch einige Wertheimer Ortschaften bzw. Stadtteilen werde man wieder im Rahmen der „vor Ort-Termine“ besuchen.

Neben dem Appell von Marcus Götz an die anwesenden Mitglieder bei der Neugewinnung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern für die Freien Bürger nicht locker zu lassen, stand noch die Pflege der Homepage und des Facebook-Auftritts im Fokus der Diskussion. Hier müssen man aktueller werden und insbesondere die Facebook-Seite stärker mit Leben erfüllen.

Hubert Sadowski berichtete sodann von aktuellen kommunalpolitischen Themen. Über die am Montag beschlossene Zusammenarbeit mit der Fachhochschule IMC Krems wurde intensiv diskutiert. Die vorgesehene Kooperation wurde von allen Mitglieder der Freien Bürger positiv gesehen. Wie lange es bis zu einer Umsetzung dauern werde konnte Sadowski noch nicht sagen. Schließlich gelte es hier nun zunächst die Machbarkeit abzuschätzen. Daneben stehe natürlich auch die Frage, ob das Vorhaben von der Landesregierung überhaupt genehmigt werde, und bezahlt werden müsse das ganze schließlich auch. Die derzeit laufende Schulentwicklungsplanung müsse nunmehr auch auf diese neue Herausforderung abgestimmt werden. Die Fachhochschule habe den Wunsch geäußert, so Johann Vogeltanz, zumindest beim Start den Campus möglichst mitten in der Stadt unterbringen zu können. Hierfür biete sich womöglich das Areal der Gemeinschaftsschule an der Alten Steige an, so dass man dies nur im Gesamtkontext mit der weiteren Schulentwicklung in Wertheim sehen könne.

Weitere Themen über die berichtet bzw. diskutiert wurde, waren die noch immer nicht erfolgte Entschärfung der Kurve am Tremhof, an der es in der Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle gegeben hatte. Ferner schilderte Vogeltanz die Pläne für ein Denkmal für Anton Dinkel und Heinrich Herz an der Wertheimer Burg. Hierfür sollen am Hirschtor drei Glasstelen als Mahnmal errichtet werden.

Kritische Worte fand Vogeltanz für das Vorgehen des Tierschutzvereins. Nach mehreren Vorstandswechseln und einem noch immer fehlenden tragfähigen Konzept sei es der Verwaltung nicht zu verdenken, dass man sich nun zu einer Zusammenarbeit mit dem Tierheim in Lohr entschieden habe.