Freie Bürger erwarten spannende Kommunalwahl

Die Freien Bürger Wertheim möchten den Schwung und das Interesse, das die OB-Wahl in die Lokalpolitik gebracht hat, für die anstehende Gemeinderats- und Kreistagswahl nutzen.

Auch Dank eines Flyers, den man vor einigen Wochen an die Wertheimer Haushalte verteilt hat, konnten einige neue junge Kandidaten gewonnen werden, so FBW-Vorsitzender Marcus Götz.
Anlässlich der öffentlichen Nominierungsversammlung am Mittwoch im Gasthaus Rose in Nassig erläuterte Götz die Beweggründe für den erstmals eingeschlagenen Weg auf diese Weise die Bürger anzusprechen. „Vor den Wahlen sprechen alle Gruppierungen stets die gleichen Leute an. Meist ehrenamtlich Tätige in Vereinen, Hilfsorganisationen oder im Ortschaftsrat. Aber viele die interessiert sind und sich gerne engagieren würden, spricht keiner an“.
Mit der vollständig ausgeschöpften Liste decke man das gesamte Spektrum der Einwohner Wertheims ab, so Marcus Götz. Jedoch habe man es leider nicht geschafft, aus allen Ortschaften und Stadtteilen Kandidaten zu finden. In den bisherigen Hochburgen Bettingen, Nassig und Reinhardshof sei man jetzt jedoch noch stärker vertreten.

Angesichts der Tatsache, dass mehr Listen um die Plätze in einem kleineren Gemeinderat kämpfen, erwarten die Freien Bürger einen spannenden Wahlausgang. Ein neuer Oberbürgermeister treffe nun auf einen neu gewählten Gemeinderat. Dies sei für beide Seiten eine herausfordernde Aufgabe, so Marcus Götz, der sich die Freien Bürger engagiert und konstruktiv stellen möchten. Er sei überzeugt, dass die FBW wieder mit zahlreichen Mitgliedern im Gremium vertreten sein werden, die erfolgreich mit Markus Herrera Torrez zusammenarbeiten. Gemeinsam werde man den Schwung nutzen, den die OB-Wahl gebracht hat, um die Stadt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in eine positive Richtung zu lenken. Als Fraktion der Mitte werde man auch weiterhin dafür sorgen, dass Parteipolitik im Gemeinderat hintenanstehen wird.

Die Bürgerinnen und Bürger umfassend und frühzeitig in Entscheidungen einzubinden stellte Marcus Götz an erste Stelle seiner Aufzählung der Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre.

Die Weiterentwicklung der Gewerbeflächen soll mit Augenmaß unter Berücksichtigung der Belange der Anwohner und des Naturschutzes vorangetrieben werden.

Flächendeckende und bezahlbare Kitas für die Kleinen und wohnortnahe Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen für die Älteren stehen auf der Agenda. Ebenso die Stärkung des Schulstandortes. Hierbei wünschte sich Marcus Götz endlich eine verlässliche Schulpolitik des Landes, die den Kommunen Planungssicherheit geben müsse.

Weitere Themen seien die Fortführung der Sanierungsprojekte in Altstadt und Ortschaften. Hierbei sei auf den unterschiedlichen Charakter der Ortsteile Rücksicht zu nehmen und dieser auch zu erhalten. Wichtig seien ferner zukunftsweisende Verkehrskonzepte, insbesondere für die Anbindung der Gewerbegebiete und der Ausbau des Radwegenetzes sowie die Sanierung der Ortsstrassen.

Gemeinsam mit allen Akteuren müsse ausserdem an einer Stärkung der Attraktivität der Innenstadt gearbeitet werden.

Das Programm spricht sich darüber hinaus für die Förderung des Ehrenamts und der Hilfsorganisationen aus.

Da alles letztlich bezahlt werden müsse, forderte Marcus Götz eine konsequente Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung.

Gemeinsam erarbeiteten die Mitglieder, wer auf welchem Listenplatz antreten wird. Einstimmig war das Ergebnis der hierauf folgenden geheimen Abstimmung.

Für die Kreistagswahl stellte Hubert Sadowski, Fraktionsvorsitzender der FBW, im Anschluss die Kandidaten vor. Auch diese Liste konnte mit zehn Kandidaten voll ausgeschöpft werden. Über die Zusammensetzung wurde in gleicher Weise wie über die Gemeinderatsliste abgestimmt.

Für den Kreistag trete man unter dem Dach der Freien Wählervereiningung an. Dieses gemeinsame Vorgehen soll die Listen stärken und insbesondere helfen einen Einzug der AfD in den Kreistag zu verhindern.