Jahreshauptversammlung der Freien Bürger Wertheim am 10.09.2020

Am Donnerstag, 10.9.2020 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freien Bürger Wertheim in der Gaststätte Kette in Wertheim statt.

In Vertretung des 1. Vorsitzende Markus Götz begrüßte die stellverstretende Vorsitzende Tanja Bolg die anwesenden Vereinsmitglieder. Sie zeigte sich erfreut, dass es nach jetzt wieder möglich sei, zusammenzukommen und sich über die Vereinsangelegenheit und die aktuelle Wertheimer Kommunalpolitik auszutauschen.

Einen Rückblick auf das vergangene Jahr zog Schriftführer Kurt Kraft.
Er berichtete über die letzte Generalversammlung, die unmittelbar nach der Kommunalwahl stattgefunden habe. Neben einer Wahlanalyse wurde auch die derzeitige Vorstandschaft neu gewählt. 
Die Freien Bürger Wertheim haben die Reihe der Betriebsbesichtigungen bereits im Juli 2019 fortgesetzt. Zunächst wurde die Fa. Schaller in Dörlesberg besucht, wo der Firmeninhaber Bernhard Berberich die Besucher über die verschiedenen Geschäftsfelder der 1975 in Mondfeld gegründeten Firma vorstellte. Besonders erfreut zeigten sich die Freien Bürger als Herr Berberich berichtete, dass die Firma auf die Nachwuchsgewinnung im eigenen Haus setze und derzeit 6 Auszubildende habe.
Im September feierten die Freien Bürger ihr 25-Jähriges Bestehen im Garten des Gründungsmitglieds Hubert Sadowski in Nassig mit einem Grillfest. Dabei berichtete Hubert Sadowski nochmals über die Hintergründe des damaligen Zusammenschlusses von Gleichgesinnten zu den Freien Bürgern Wertheim, die 1994 auch erstmals mit Michael Szabo, Otto Rücker und Hubert Sadowski in den Wertheimer einzogen. Seither sind die Freien Bürger ein Bestandteil der Wertheim Kommunalpolitik und mit Hubert Sadowski auch wieder in den Kreistag vertreten.
Ein besonderes Anliegen der Freien Bürger ist seit jeher die „Polizeischule“ in Wertheim. Mittlerweilen ist sie ein Bestandteil der Hochschule für Polizei und bildet junge Polizeibeamtinnen und -beamte aus. Bei dem Besuch am 18.2.20 zeigte sich der Institutsleiter Richard Zorn erfreut über das Engagement von zahlreichen Mitarbeitern, Kommunal- und Landespolitikern, welches dazu beigetragen hat, dass der Lehrbetrieb nach nur sieben Monaten nach dem Startschuss bereits erfolgen konnte. Besonders hob er die die fertiggestellt neue Raumschießanlage hervor und zeigte sich erfreut über die kurz zuvor erfolgte Zusage des Innenministers, die beschädigte Sporthalle zu renovieren.
Kurt Kraft schloss seinen Bericht über diesen Besuch mit dem Hinweis, dass die erst jetzt erfolgte Fertigstellung der Schulungsstandortes Herrenberg demgegenüber mehr als 2 Jahre gedauert hat, mit der Renovierung der Sporthalle aber leider noch nicht begonnen wurde.

Im Anschluss erfolgte der Bericht des Kassenwarts Hans-Jürgen Hogh.  Schwerpunkt war 2019 natürlich die Finanzierung der Kommunalwahl. „Derzeit halten sich die Aus- und Einnahmen in Grenzen“, so Kassierer Hogh. Sein Kassenbericht wurde durch die Kassenprüfer bestätigt. Daraufhin stellte Ludwig Oberdorf den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erfolgte.

Für die Mandatsträger berichtete Songrit Breuninger über die kommunalpolitischen Ereignisse des vergangenen Berichtsjahres. Schwerpunkte waren dabei die Entwicklungen auf dem Almosenberg, die Diskussionen und Entscheidungen über das Bauprojekt „Soziale Mitte“ auf dem Wartberg, über verschiedene Bauprojekte in der Altstadt und die Umstrukturierung der Verwaltung.
Manfred Busch erläuterte die finanziellen Aspekte der jeweiligen Maßnahmen und die Schwerpunkte des Nachtragshaushalts.

Olaf Nadler berichteten noch über ein Treffen der Freien Bürger mit dem Nabu auf dem Reinhardshof. In sachlicher Atmosphäre wurden die Argumente für eine Ausweitung der Naturschutzflächen in dem Areal vorgestellt. „Das war nachvollziehbar“ meinte Walter Ploch. Er bedauerte jedoch, dass die Anbindung des Industriegebietes an die L 508 nicht in die Planung mit einbezogen wurde. „Das müsste eigentlich in einem Aufwasch geschehen“. Auf dem Reinhardshof und auf dem Wartberg sei die Verkehrsbelastung zwischenzeitlich unerträglich. Songrit Breuninger bemerkte, dass man gespannt auf die Vorlage der Stadtverwaltung warte.

In der anschließenden Diskussion wurden noch die anstehende Neuaufstellung des Altstadtbeirats, die Schwierigkeiten bei der Anmietung von Leerständen im Altstadtbereichs durch langfristige Mietverträge und Möglichkeiten eines bequemen Transports von Besuchern zur Burg erörtert.  

Mit einem kurzen Ausblick auf die anstehenden Themen und der Bitte um Nachwuchswerbung schloss Tanja Bolg die Versammlung.