Unverzichtbare Einrichtung für die Jugendlichen - Freie Bürger Wertheim besuchten das Jugendhaus Wertheim
Zahlreiche Gemeinderäte und Mitglieder der Freien Bürger wurden auf Einladung des Vorsitzenden Marcus Götz in der vergangenen Woche im Wertheimer Jugendhaus von derem langjährigen Leiter Markus Landeck sowie Uwe Schlör-Kempf von der Stadtverwaltung begrüßt.
Viele Fragen an die beiden Verantwortlichen hatten die Besucher während des Rundgangs durch die seit vielen Jahrzehhnten bestehende Einrichtung. Wie Markus Landeck stolz erwähnte, ist das Wertheimer Jugendhaus eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Baden-Württemberg.
Beim Rundgang ging es zunächst in den großen Übungsraum, in dem regelmäßig Tanzkurse für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Rund 150 junge Erwachsense nutzen derzeit dieses Angebot. Daneben wird der Raum auch von Einzeltänzern und für Yoga-Stunden genutzt. Ebenfalls, lärmgeschützt im Untergeschoss, befindet sich ein Proberaum für Bands, der vom Förderverein und von Sponsoren eingerichtet wurde. Der Förderverein mit seinen zirka 50 Mitgliedern unterstützt das Haus auch bei der Anschaffung von Einrichtungsgegenständen und Spielen. Insbesondere ermöglicht er aber auch durch finanzielle Unterstützung Ausflüge und Veranstaltungen.
Das Jugendhaus ist regelmäßig von Dienstag bis Freitag von 14 Uhr bis 20 Uhr für alle interessierten Kinder und Jugendliche geöffnet. Die tägliche Nutzerzahl schwankt zwischen 30 und 50 Personen. Dabei reicht die Nutzung vom gemeinsamen Spielen, Sport auf dem Außengelände und Musik hören, bis zu einfach nur chillen und Freunde treffen. Für viele ist das Jugendhaus nach der Schule die erste Anlaufstelle.
Gerne genutzt wird der multifunktionelle Raum im Erdgeschoss, der mit Sound- und Lichtanlage und Beamer ausgestattet ist. Hier können sich die Heranwachsenden auch mit Getränken oder Pizza versorgen.
Wie Markus Landeck und Uwe Schlör-Kempf erläuterten, hat das Haus pro Jahr über 10.000 Besucher. Diese kommen überwiegend aus der Kernstadt. Es gibt aber auch Gäste aus den Stadtteilen und Ortschaften sowie aus Kreuzwertheim. Das Geschlecherverhältnis ist relativ ausgeglichen. Die größte Altersgruppe sind die 11 bis 15 jährigen, dann die Jüngeren bis 10 Jahre. Dabei seien auch alle Nationalitäten vertreten.
Die Mitarbeiter sind dabei auch immer wieder „Kummerkasten“ für die Kinder und Jugendlichen bei Problemen im privaten Umfeld oder der Schule. Erste Anlaufstelle seien aber im Regelfall die Schulsozialarbeiter.
Während insgesamt 12 Wochen im Jahr bietet das Jugendhaus auch eine Ferienbetreuung. Bereits ab 7.30 Uhr am Morgen bis in den Nachmittag nutzen rund 30 Kinder diese Möglichkeit während der Ferien. Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Gerne würde man das Angebot ausweiten, so Landeck, es fehle aber schlicht am Personal, um mehr Kinder und Jugendliche zu betreuen. Da es in dieser Zeit auch Frühstück und Mittagessen gibt, ist die Ferienbetreuung jedoch nicht gratis, sondern nur gegen einen Kostenbeitrag möglich.
Die teilnehmenden Gemeinderäte betonten, dass das Jugendhaus als Einrichtung der „offenen Jugendarbeit“ unverzichtbar sei und einen großen Beitrag für die Betreuung und Entwicklung der Kinder und Jugendlichen leiste. Auch zeigte man sich erfreut, dass das Jugendhaus nie negativ im Fokus steht. Die Älteren konnten sich noch gut erinnern, dass dies in den 70er und 80er Jahren ganz gewesen war. Markus Landeck kommentierte dieses Lob: „gute Jugendarbeit zeigt sich daran, wie unauffällig wir sind“. Dem schloß sich auch Johann Vogeltanz an, der hervorhob, wie gut und wichtig es war, das Jugendhaus zu besuchen.