Mitgliederversammlung der Freien Bürger Wertheim am 14.07.2004

In der vergangenen Woche fand in den Bestenheider Stuben die turnusmäßige Mitgliederversammlung der Freien Bürger Wertheim statt.

Neben der Neuwahl des gesamten Vorstands stand hierbei die Aufarbeitung und ein Rückblick auf die im Juni stattgefundene Kommunalwahl im Vordergrund.

Nach der Begrüßung durch Peter Scherotzke stand zunächst die Entastung des bisherigen Vorstandes, welche auch einstimmig erteilt wurde, und anschließend die Neuwahlen auf der Agenda.

Wie Peter Scherotzke ausführte, sei man zu der Auffassung gekommen, den Mitgliedern eine Trennung von Amt und Mandat vorzuschlagen.

Da die zeitliche Inanspruchnahme im Gemeinderat und seinen Ausschüssen einerseits, und für die Führung des Vereins andererseits immer umfangreicher werde, verspricht man sich hiervon eine höhere Effizienz und die Möglichkeit, sich stärker auf das jeweilige Ehrenamt zu konzentrieren.

Da er bei der vergangenen Kommunalwahl erneut ein Mandat im Gemeinderat erringen konnte, sei es nun daher auch folgerichtig, dass er sein Amt als Vorsitzender des Vereins niederlege, so Scherotzke.

Bei der nun anschließenden Neuwahl des Vorstands wurde Werner Kozyra einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Freien Bürger Wertheim gewählt. Kozyra hatte bislang das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden inne.

Die Position des Stellvertreters wird künftig von Kurt Kraft wahrgenommen.

Ferner wurden gewählt: Hans-Jürgen Hogh zum Kassenwart, Arno Zegowitz zum Kassenprüfer und Marcus Götz zum Pressereferenten.

Die Wahl aller Kandidaten erfolgte einstimmig.

Werner Kozyra bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre lange Tätigkeit für den Verein und für die Aufbauleistung der vergangenen Jahre, welche dazu beigetragen hat, dass die Freien Bürger bei der letzten Wahl nun fünf Mitglieder in den Wertheimer Gemeinderat entsenden konnten.

Im Fokus der weiteren Diskussion stand der Verlauf und das Ergebnis des zurückliegenden Kommunalwahlkampfes.

Man war sich einig, dass man mit den fünf errungenen Mandaten zufrieden sein kann; auch wenn man sich im Vorfeld vom Ausgang der Wahl mehr versprochen hatte.

Insgesamt sei der Wahlkampf unter den verschiedenen Gruppierungen stets sehr sachlich und fair verlaufen. Man freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem sich am 20.09. konstituierenden neuen Gemeinderat.

Deutlich intensiviert werden soll in Zukunft die öffentliche Wahrnehmung der Freien Bürger. Auch als Einlösung der im Wahlkampf geäußerten Versprechungen wird man künftig noch stärker auf die Bürger zugehen. Hierzu sollen regelmäßige Sitzungen der Fraktion und des Vereins auch auf den Ortschaften gehören, an denen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können. Demokratie soll hierdurch zum einen stärker erlebbar gemacht werden, zum anderen möchte man damit das Ohr noch besser an den Sorgen und Wünschen der Bürgerschaft haben.

Zu diesem Themenkreis gehört auch, dass durch den Verein verstärkt öffentliche Einrichtungen wie z.B. das Krankenhause, die Musikschule oder die Stadtbücherei besucht werden sollen, um sich vor Ort ein besseres Bild machen und mit den Mitarbeitern diskutieren zu können.

Angesichts der kürzlich im Gemeinderat geführten Diskussion über die verlässliche Grundschule sollen hierzu auch Gespräche mit den Schulleitern und den Elternvertretern gesucht werden.

Der kurz vor der Wahl erstmals installierte Internetauftritt der Freien Bürger soll auch weiterhin gepflegt, und insbesondere das Gästebuch zum Kontakt mit den Bürgern genutzt werden. Als großer Erfolg wurde gewertet, dass in der kurzen Zeit bis zur Wahl über 3.000 Interessierte die Seiten der Freien Bürger aufgerufen haben.

Kozyra schloss die Versammlung mit der Bitte an alle Mitglieder, in der Vereinsarbeit nicht nachzulassen. Die finanziellen und strukturellen Probleme die in den nächsten Jahren auf die Stadt Wertheim zukommen werden die volle Kraft der Mandatsträger fordern. Hierzu ist es wichtig, dass alle Mitglieder diese unterstützen und mit dazu beitragen, die Ziele der Freien Bürger auf kommunaler Ebene weiter voranzutreiben.