erste Etappe des Wahlkampfs liegt hinter den Freien Bürgern
Die Freien Bürger Wertheim haben die erste Etappe ihrer Wahlveranstaltungen absolviert und stellten sich bereits in Mondfeld, Höhefeld, Bettingen, Dertingen und auf dem Reinhardshof vor.
Neben vielen ortspezifischen Themen, die in den Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Sprache kamen, kristallisierten sich mit dem Krankenhaus, der Stadthalle und dem Moscheestandort allseits interessierende Themen heraus.
„Wie werden sich die FBW bewegen, wenn es um das Krankenhaus gehen wird?“ lautet eine wiederholte Kernfrage. Frau Dr. Finkenauer machte deutlich, dass der Gemeinderat sich dringend aufschlussreiche Zahlen von dem beauftragten Beratungsunternehmen erhofft. „Sobald die vorliegen bewegen wir uns!“ Umstrukturieren, Unwirtschaftliches einschränken oder auslagern, Spezialisierungen ausbauen und auf geringere Bettenzahlen mit Kooperationsideen im Sinne eines Gesundheitszentrums zu reagieren, all das gilt es zu diskutieren um das jährliche Defizit von derzeit 700.000 Euro zu mindern und das erklärte Ziel zu erreichen, das Krankenhaus in städtischer Trägerschaft zu halten.
Dem angedachten Stadthallenkomplex stehen die FBW zunehmend skeptisch gegenüber. „Eine Stadthalle in Wertheim kann nur funktionieren, wenn sie von FOC- und Hymer-Besuchergruppen partizipiert“ betonte Detlef Hartmann in seinen Statements. Insbesondere mit den auf dem Almosenberg geplanten Amphitheater und der Veranstaltungshalle im Rahmen des CWW-Projektes sehen die FBW eine ungesunde Konkurrenzsituation. Um Auslastungszahlen zu erreichen, würde eine Stadthalle in Altstadtnähe zwangsläufig für Handelsausstellungen und Messen genutzt werden müssen, die sich negativ auf den Wertheimer Einzelhandel auswirken. Die aktuellen Nachrichten aus Würzburg mit einem dortigen Hallenneubau und einem kalkulierten Einzugsgebiet von 60 km müssen ebenfalls in die Überlegungen in Wertheim einfließen.
Großes Interesse herrschte zur Standortfrage der Moschee. „Wir warten zunächst die Ergebnisse des eingeleiteten Planungsprüfverfahren ab, in dem alle Träger öffentlicher Belange einbezogen und gehört werden müssen. Danach können wir bewerten.“ So die Antwort von Peter Scherotzke. Auf den Einwand, dass der Investor bereits ein Grundstück erworben hätte, wusste Gerhard Kohout zu berichten, dass zwei Nachbarn sich äußerten das Grundstück auch erwerben zu wollen. „Für mich ist nach wie vor der Molkereistandort geeigneter“ führte er weiter aus. „Wir waren beim türkischen Verein und wissen, dass eine große Zahl der älteren türkischen Mitbürger mit einem würdigen Gebetsraum ohne Muezzin und in angemessener Größe zufrieden wäre. Der Vorwand zu hoher Grundstückspreisverluste erscheint fragwürdig, wenn gleichzeitig für aktuelle Gedankenspiele beim Bahnhofsareal 670.000 Euro Mindereinnahmen aus eventuellen Grundstückserlösen keine Rolle spielen sollen. Prunkbauten und Größenordnungen wie in Würzburg mit 3.500 Gläubigen, sind für Wertheimer Verhältnisse nicht akzeptabel.
Bereiche sinnloser Geldausgaben aufzudecken und möglichst zu verhindern soll weiterhin Ziel der Freien Bürger sein, betonte Finanzfachmann Martin Gillig. Die FBW haben in der letzten Legislaturperiode vermieden, dass die teure Überdachung des Burggrabens weiter voran getrieben wurde. ergänzte Hubert Sadowski. Außerdem wollten wir weitere über 1 Mio. DM sparen und das THW-Gelände als Messeplatz nutzen.. Gegen die Stimmen der Mehrheitsfraktion war dies jedoch nicht durchzusetzen..
„Die Höhefelder haben die Zusage, dass der nächste Hallenneubau bei ihnen stattfindet“ betonte Songrit Breuninger auf die spezielle Frage in Bettingen, warum als Ausgleichmaßnahme für die Grundstückserlöse vom Almosenberg die lang ersehnte Halle nicht endlich kommt und beruhigte damit zugleich die Höhefelder.
Das Problem mit der ständigen Vertröstung zum Bau der Halle in Höhefeld ist bestes Beispiel dafür, dass absolute Mehrheiten und die Verfolgung von Parteininteressen sich negativ in der Kommunalpolitik auswirken. Mit der anstehenden Kommunalwahl gibt es die Chance, dies zum besseren zu wenden. Dafür werben die Freien Bürger Wertheim mit Nachdruck.