Sachsenhausen wird von den Freien Bürgern besucht

Zu Beginn der Veranstaltung der Freien Bürger Wertheim bedankte sich Marcus Götz für den besonderen Empfang der Sachsenhäuser. So hatte ein Regenguss und die nachscheinende Sonne einen Regenbogen das Firmament von Sachsenhausen überspannt, der in Anspielung auf die Farben des FBW-Logos  von Götz als gutes Omen für die Wahl am 13. Juni gedeutet wurde.

Besonderes Lob zollte auch Hubert Sadowski eingangs des Wahlgesprächs. Immer wieder fährt er gern in den Ort hinein und erfreut sich an dem Obstbaumbestand.. Hier wurden die richtigen Entscheidungen getroffen, als es um die Ausweisung neuer Baugebiete ging und eine Obstbaumfläche den Vorzug erhielt.

Werner Kozyra erläuterte, dass die FBW längere Reden zum eigenen Programm bewusst nicht halten, um im Sinne der Bürgernähe viel Zeit dem gemeinsamen Gespräch zu widmen. Das Thema Krankenhaus brannte auch in Sachsenhausen am meisten unter den Nägeln. Frau Dr. Finkenauer gab das Statement ab, dass das Haus grundsätzlich nicht zur Disposition stünde. Erfreut zeigte sie sich, dass dies auch in den Äußerungen anderer Partein zum Ausdruck käme. Es herrsche breiter Konsens in dieser Frage. In der Bewertung des Auftretens der Gesellschaft Lohfert und Lohfert würde man jedoch deutliche Unterschiede bemerken. Die FBW kritisieren als einzige die erste Zwischenauswertung von Herrn Dr. Lohfert und treffen damit vor allem die Stimmung des Krankenhauspersonals, das in besagter öffentlicher Sitzung zahlreich anwesend war, so Finkenauer weiter. Sie verteidigte ihren Standpunkt, dass detaillierte Zahlen notwendig sind um verantwortungsvoll politisch entscheiden zu können. Vor der Sommerpause erwartet sie einen entscheidenden Schritt in einer nicht öffentlichen Sitzung. Gerhard Kohout begründete mit einigen beispielhaften Widersprüchlichkeiten aus dem Lohfertvortrag seine Sorge, mit dem Unternehmen teuer und schlecht beraten zu sein. „Wenn nach nunmehr fast sieben Monaten kaum greifbare Arbeitsergebnisse vorliegen, dann macht es mich unruhig, wenn ich in der Selbstdarstellung des Unternehmens lese, dass die Betreuungszeiten zwischen 3 bis 6 Jahren angesetzt werden. Wir haben weder die Zeit noch die Finanzen, dass so lange durchzuhalten.“ so Kohout.  Seine Sicht zum Lohfertauftritt legte Detlef Hartmann dar, in dem er aufzeigte, dass womöglich der Referent nur den Auftrag hatte eine positive Stimmung zu vermitteln. Hartmann: „Zahlen und Lösungswege die unter Umständen in die Personalstruktur des Krankenhauses eingreifen, können nicht vor einem Auditorium von Krankenschwester bis Chefarzt und dazu öffentlich verkündet werden. Mit der Ansetzung dieser Veranstaltung wurde der zweite vor dem ersten Schritt getan und dies sei ein Managementfehler der Stadtspitze.“

Eine weitere Frage befasste sich mit der Wirtschaftlichkeit des Eigenbetriebes Wald. Hierzu erklärte Hubert Sadowski, dass die defizitäre Situation dieses Eigenbetriebs nicht durch die Umstrukturierung verursacht, sondern lediglich dadurch offenbar wurde. Sadowski weiter: „Wenn wir über Wald reden, dann sprechen wir auch von hohen Bestandswerten. Es macht Sinn, die Wälder über den Eigenbetrieb weiter zu bewirtschaften.“

Einen breiten Raum in der Diskussion nahmen die Fragen zur weiteren Existenz sozialer und kultureller Einrichtungen ein. Detlef Hartmann zeigte anhand des Beispiels, dass öffentlich dokumentiert der ehemaligen Fraktionsvorsitzende der Mehrheitsfraktion seine Parteimitglieder dazu aufrief, mögliche Schließungen von Kindergärten ins Gespräch zu bringen. Dies sorgte für erhebliche Unruhe unter den möglicherweise Betroffenen zumal weder vor Ort der Kontakt gesucht noch andere Lösungsansätze aufgezeigt wurden. Einen solchen Weg würden die FBW nie gehen. Ähnlich auch in Kulturfragen. Wenn wir hier sparen müssen, dann mit gleicher Meßlatte bei allen Einrichtungen und mit größtmöglichem Einsatz aller Verantwortlichen, um zunächst nach Wegen und Konzepten zu suchen, bevor das Wort Schließung die Runde macht.