„Freie Bürger vor Ort“ - Wahlveranstaltung in Dertingen

Die Freien Bürger Wertheim trafen sich zu einer Wahlveranstaltung am 15.04.09 in Dertingen.

Die vom Vorsitzenden Marcus Götz eröffnete Diskussion begann mit Fragen nach dem Geleisteten in der ablaufenden Wahlperiode. Hubert Sadowski riss die wichtigsten Themen der vergangen Jahren nochmals an und erklärte die Position der Freien Bürger zum Moscheebau, dem Gas-Dampfkraftwerk, Hofgartenschlösschen und der Ansiedlung des Kauflandes. Die Ausführungen zu einzelnen Punkten wurden von Werner Kozyra und Songrit Breuninger unterstrichen bzw.  ergänzt.

Am Herzen lag den Dertingern insbesondere der Zustand der L2310 im Bereich der Autobahnauffahrt sowie die Belastung durch LKW in der Ortsdurchfahrt. Werner Kozyra verwies auf die Resolutionen, die von der Verwaltung an das Land und den Bund unter Mitwirkung der Freien Bürger auf den Weg gebracht wurden. Leider lägen alle diese Themen, die für die Bürger eine Entlastung bringen könnten, nicht in der Hand der Stadt.

Der Krankenhausneubau und der vorgesehene Standort war ein weiteres Thema. Von einem Bürger wurde Unmut über den Verkauf geäußert. Man solle doch, wenn es um Einsparungen gehe, lieber das Schwimmbad schließen. Dem wurde von Seiten der Freien Bürger deutlich widersprochen. Zum Einen sei der Grund für den Verkauf an die Rotkreuzklinik nicht im jährlich anfallenden negativen Betriebsergebnis des Krankenhauses zu sehen, sondern darin, dass die notwendigen Investitionen durch die Stadt unmöglich hätten gestemmt werden können. Zum Anderen gehöre ein Schwimmbad zu den notwendigen Infrastruktureinrichtungen einer Stadt wie Wertheim. Kozyra und Sadowski unterstrichen, dass eine Schließung des Schwimmbades aus Kostengründen überhaupt nicht in Frage komme.

Wird die Aufstiegshilfe zur Burg  gebaut, was passiert insgesamt mit der Burg, kommen nicht auch weitere Belastungen auf die Wertheimer zu, war die nächste Frage. Werner Kozyra antwortete, die Freien Bürger hätten nur unter der Bedingung zugestimmt, dass ein Betreiber die Investitionen für die Aufstiegshilfe tätigt und die jährliche maximale Kostenbelastung der Stadt einen bestimmten Betrag nicht überschreite. Ferner mache eine Aufstiegshilfe nur bei einem schlüssigen Gesamtkonzept für die Nutzung und Belebung der Burg einen Sinn.

Wie stehen die Freien Bürger zum Ausbau der alten Eisenbahnbrücke über die Tauber wurde gefragt. Alle Mandatsträger waren sich einig, dass dieses Projekt positiv begleitet und Zustimmung findet. Die Anbindung über den Knackenberg wäre eine große Entlastung für das Krankenhaus und das Gymnasium. Der Bereich links der Tauber ist verkehrstechnisch problematisch, egal ob die Anfahrt über die Hämmelsgasse, Hans-Bardon-Str. oder über die Alte Steige erfolgt. Außerdem ist es im Notfall eine Hochwasserumgehung für den Verkehr aus dem Taubertal.

Der Öffentliche Nahverkehr von und zu sowie zwischen den Ortschaften lasse zu wünschen übrig wurde kritisiert. Vor allem während der Ferien sei der Personennahverkehr zu sehr eingeschränkt. Angesprochen wurde die Einrichtung eines Bürgerbusses, der bis zum Krankenhaus fährt sowie dringend nötig eine Verbesserung der Parksituation am Krankenhaus/Gymnasium.

Nach Beendigung der Diskussion dankte Vorsitzender Marcus Götz für die konstruktive und interessante Gesprächsrunde und versicherte, dass sich die Freien Bürger den aufgezeigten Problemen und Anregungen annehmen werden.