Wahlveranstaltung der Freien Bürger Wertheim in Urphar

Die Freien Bürger Wertheim hatten zu einer Wahlveranstaltung in das Gasthaus „Weißes Ross“ in Urphar eingeladen. Unter dem Motto „Wir stellen uns vor“ war ein großer Teil der FBW-Kandidaten anwesend.

Nach einigen einleitenden Musikstücken der Nachwuchsband GOOFED, die das Rahmenprogramm gestalteten, begrüßte Martin Gillig die anwesenden Bürgerinnen und Bürger. In kurzen Worten stellte er die „Freien Bürger Wertheim“ und deren Ideen vor. Ohne Fraktionszwang und Einbindung in übergeordnete Interessen von Parteien könne man sich politisch betätigen und für das Wohl der Stadt und deren Einwohner einbringen. Ein wichtiges Ziel sei für die Freien Bürger, so betonte Gillig, dass keine der etablierten Parteien die absolute Mehrheit bei den anstehenden Kommunalwahlen erreiche. Die Verwaltung müsse sich dann Mehrheiten suchen, dies sei für die Freien Bürger wirkliche Demokratie.

Anschließend stellten sich die anwesenden Kandidaten persönlich vor. Die Kandidatenvorstellung wurde von Hans-Jürgen Hogh mit einer Multi-Media-Präsentation unterstützt.

In der folgenden Diskussionsrunde wurde u. a. bemängelt, daß die Parteien sich nur vor den Wahlen zeigten; während der Legislaturperiode sehe man sie auf den Ortschaften jedoch kaum. Dies könnten die Freien Bürger so nicht stehen lassen, entgegneten Songrit Breuninger und Werner Kozyra. Die Freien Bürger seien bei aktuellen Anlässen oft vor Ort und besuchten die Ortschaften. Auch habe man die meisten der Treffen zur Wahlvorbereitung in den letzten Monaten in den Stadtteilen und Ortschaften abgehalten.

Von einigen Bürgern wurde der schlechte Zustand der Römerstrasse bzw. des Verbindungswegs nach Reicholzheim kritisiert. Hubert Sadowski erläuterte hierzu, dass ein Ausbau mit erheblichen Kosten verbunden sei. In nächster Zeit sei hier sicherlich keine Abhilfe in Sicht, auch wenn der Weg gerade im Hochwasserfall als Ausweichstrecke erhebliche Bedeutung habe.

Werner Kozyra betonte zum Dauerthema Burgbahn, dass er klar hinter dem ausgearbeiteten Konzept und der geplanten Aufstiegshilfe stehe. Achim Hiller unterstützte diese Aussage. Der Burgaufzug sei insbesondere für die Touristen und als Besuchermagnet unerlässlich. Ferner unterstütze und belebe dies auch die Innenstadt, in der leider die Bürgersteige abends hochgeklappt würden, so Marcus Götz.

Auch die Entscheidung zum Krankenhaus-Neubau und der Vertrag mit dem Bayerischen Roten Kreuz wurde nochmals erläutert und klargestellt, dass die Freien Bürgern die getroffene Entscheidung mit großer Erleichterung mitgetragen hätten.

Als weiteres Thema wurden die schlechten Busverbindungen von und zu den Ortschaften angesprochen. Die Einrichtung eines Bürgerbusses auf ehrenamtlicher Basis wäre eine denkbare Option um hier kostengünstig eine Lösung anbieten zu können meinte Hubert Sadowski. Die in dem Zusammenhang gestellte Frage nach der Einrichtung von Jugendräumen auf den Ortschaften sei schwierig und scheitere zum Teil an der Verantwortlichkeit und der hierfür notwendigen Eigeninitiative der Jugendlichen.

Weitere Themen waren der geplante Umbau der Bettinger Halle, der von den Bürgern eingefordert wurde. Die Freien Bürger hatten hierzu im vergangenen Jahr bereits einen Vor-Ort-Termin in Bettingen und sich hierbei ein Bild gemacht. Es sei außer jeder Diskussion, dass Bettingen nun als nächstes an der Reihe sei, sobald die finanziellen Möglichkeiten dies zuließen.

Wie schon mehrfach in Wertheim-Ost angesprochen, wurde erneut nach dem Stand des Ausbaus der A3 auf Wertheimer Gemarkung gefragt. Hierzu wurde von Seiten der Freien Bürger auf die kürzlich verabschiedete Resolution der Stadt verwiesen. Dennoch sei es nicht nachvollziehbar, dass auf bayerischer Seite in beiden Richtungen gebaut werde, im Baden-Württembergischen-Abschnitt sich jedoch nichts tue.