Wahlveranstaltung der Freien Bürger Wertheim in Nassig
Die Freien Bürger hatten zu einer Wahlveranstaltung in die Wildbachhalle Nassig eingeladen.
Ortsvorsteher Hubert Sadowski eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die zahlreichen Zuhörer. In einer kurzen Einführung streifte er die Schwerpunkte der Gemeinderatsarbeit in den vergangenen Jahren und skizzierte die kommenden Aufgaben.
Nach der persönlichen Vorstellung der Kandidaten ergriff zunächst Alt-Stadtrat Hermann Rebitzer das Wort. Er erinnerte an die Pflichtaufgaben der Stadt bei Kindergärten und Schulen und erläuterte die hierfür anfallenden Kosten.
Hubert Sadowski ergänzte die Anmerkungen Rebitzers und ging auf die Konsolidierung des Haushalts ein. Die Klausurtagungen der letzten Jahre hätten Erfolge und viele Einsparmaßnahmen gebracht. Dennoch stehe Wertheim gerade bei den Freiwilligkeitsleistungen im Vergleich zu anderen Kommunen hervorragend da. Auch die Entwicklung der Gewerbesteuer in den vergangenen beiden Jahren habe hierzu ihren Beitrag geleistet. Aufgrund steigender Umlagen sei aber jetzt schon klar, dass man den Gürtel in den nächsten Jahren erheblich enger schnallen müsse.
In der weiteren Diskussion nahm die Vereinsförderung breiten Raum ein. Von einem Besucher wurde die jüngst verabschiedete Neuregelung hinsichtlich der Zuschüsse aufgrund der Nutzung vereinseigener Sportanlagen durch die Schulen, sowie des Verteilungsschlüssels zur Förderung von Vereinen die Migrationsarbeit leisten, kritisiert.
Songrit Breuninger und Werner Kozyra führten hierzu aus, dass die gefassten Beschlüsse im Vorfeld mit den Vereinsvertretern eingehend besprochen worden seien.
Eine weitere Frage bezog auf das Kaufland und die Positionierung der Freien Bürger. Marcus Götz bestätigte, dass sich die Freien Bürger klar und zurecht für Kaufland ausgesprochen hätten. Zur Kritik an dem Baukörper bat er, doch zunächst den Abschluss der Bauarbeiten und die Fassadengestaltung sowie die Dachbegrünung abzuwarten.
Zur Frage nach dem Krankenhausneubau kritisierte Götz den geplanten Standort hinter dem Altbau und sprach sich wie Achim Hiller auch für einen Neubau auf dem Reinhardshof aus. Johann Vogeltanz gab zu bedenken, dass dann nahezu der gesamte Zufahrtsverkehr über die verkehrstechnisch problematische Neue Steige laufen würde.
Aus Sicht von Wertheim-Ost sei der jetztige Standort der bessere, so Breuninger. Man dürfe die Frage der schnellen Erreichbarkeit der Autobahn nicht außer acht lassen.
Hubert Sadowski erläuterte auf Nachfrage das Zustandekommen des Vertrags mit dem Bayerischen Kreuz und ging auch auf die gescheiterten Fusionsverhandlungen mit dem Kreis ein. Mit der jetzt gefundenen Lösung sei man hochzufrieden.
Weiteres Thema war die Schülerbeförderung. Die Busse seien völlig überfüllt; aus Sicherheitsaspekten sei die derzeitige Situation unzumutbar. Tibor Prager meinte, dass der Stadt die Hände gebunden seien. Hier könne nur der Gesetzgeber eine Änderung bewirken. Hierauf müsse man hinarbeiten.
Die Jugend-Band GOOFED umrahmte das Programm und sorgte für eine lockere und angenehme Atmosphäre während der dreistündigen Veranstaltung.