Wahlveranstaltung der Freien Bürger Wertheim in Wertheim

Die Freien Bürger hatten zu einer Wahlveranstaltung in das Restaurant Schwan in Wertheim eingeladen.

Songrit Breuninger begrüßte die anwesenden Gäste und stellte die Freien Bürger Wertheim vor. Für die diesjährige Wahlkampagne habe man sich zu einer anderen Art der Kandidatenvorstellung als in der Vergangenheit entschlossen. Die lockere Form der Präsentation mit Unterstützung durch die Nachwuchsbank „Goofed“ habe bei den bisherigen Veranstaltungen große Resonanz gefunden.

Ziel der FBW bei der anstehenden Wahl sei die gegenwärtige Anzahl an Sitzen im Gemeinderat mindestens zu halten und zugleich zu verhindern, dass eine Gruppierung die absolute Mehrheit erhalte.

Angesichts knapper werdender Mittel in den nächsten Jahren stehe eine gerechte Verteilung der Haushaltsmittel zum Wohle aller Bürger im Mittelpunkt.

Schwerpunkt der folgenden Diskussion war die Zukunft der Schulen. Aus den Reihen der Bürger wurde die Frage gestellt, ob auch in Wertheim an die Zusammenlegung von Schulen oder Schulklassen mehrerer Jahrgänge gedacht werde. Laut Birgit König werde das Konzept in Bestenheid bereits erprobt und funktioniere gut. In einem gewissen Rahmen sei so das an den Grundschulen denkbar, so Tibor Prager. An weiterführenden Schulen sei es aber ein heikles Thema. Zudem sei der Erhalt sogenannter Zwergschulen kostenintensiv und die in den 50er- und 60er-Jahren gemachten Erfahrungen in diesem Bereich seien auf die heutige Zeit nicht übertragbar.

Slavka Schneider warf ein, dass zunächst die Rahmenbedingungen geändert werden müssten. Neben einer Anpassung der Lehrpläne solle man auch darüber nachdenken, von dem bisherigen Frontalunterricht verstärkt zu Gruppenarbeit überzugehen.

Songrit Breuninger ergänzte, dass die Kommunen hierbei relativ wenig Einfluß nehmen könnten. Zunächst müssten auf Landesebene die Voraussetzungen geschaffen werden.

Ein weiteres Thema war die Schülerbeförderung. Es wurde kritisiert, dass die Schulbusse häufig völlig überfüllt seien. Christian Wüst rief die Eltern auf, Druck auf Kreis und Land auszuüben. Vermutlich müsse es erst zu einem schweren Unfall kommen, bis endlich etwas passiere.

Hierzu erläuterte Werner Kozyra, dass die Diskussion schon seit Jahrzehnten geführt werde. Bei der Schülerbeförderung sei nicht die im Bus angegebene maximale Passagierzahl maßgeblich, sondern das Gesamtgewicht des Busses. Wertheim mit seinen vielen Schulen und der großen Fläche müsse daher im neuen Kreistag mehr Sitze erringen, um die Position Wertheims verbessern zu können.

Die Busunternehmen müssten regelmäßg mit immer knapperen Landeszuschüssen auskommen, so Johann Vogeltanz.

Weiterhin wurde die Seniorenbetreung in Wertheim diskutiert. Achim Hiller schlug in diesem Zusammenhang vor, bei der Stadtverwaltung einen Ansprechpartner zu installieren, der die bereits vorhandenen vielfältigen Angebote für Senioren bündelt und koordiniert.