Freie Bürger Wertheim besuchten Musikschule

Im Vorfeld der Gemeinderatsberatungen über eine Anhebung der Gebühren für die Städtische Jugendmusikschule besichtigten in der vorletzten Woche die Freien Bürger Wertheim die Einrichtung im Kulturhaus.

Empfangen wurden sie von Schulleiter Stefan Blido, der nach kurzer Begrüßung einen ausführlichen Einblick in die Musikschule gewährte.

Mit derzeit 730 Schülerinnen und Schülern habe man einen historischen Höchststand erreicht, so Stefan Blido. Relativ gering sei die Zahl auswärtiger Nutzer der Musikschule, da auch Gemeinden im Umkreis wie Kreuzwertheim, Freudenberg oder Werbach ähnliche Angebote hätten. Ganz bewußt seien auch die Schulgeldsätze für die Wertheimer niedriger als für Schüler aus den Umlandgemeinden.

Die zwischenzeitlich vom Gemeinderat beschlossene Erhöhung der Schuldgeldsätze wurde von Herrn Blido als maßvoll und notwendig angesehen und werde auch von der Schulleitung mitgetragen. Die letzte Anpassung der Gebühren liege schon etliche Jahre zurück, so dass den Kostensteigerungen, insbesondere auch im Personalbereich, damit Rechnung getragen werde.

Der jährlich notwendige Zuschuß aus dem städtischen Haushalt wurde von den Freien Bürgern als sinnvoll angesehen und solle auch in absehbarer Zukunft, allen Einsparzwängen zum Trotz, nicht in Abrede gestellt werden, so GR-Mitglied Johann Vogeltanz.

Auch das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an den Kosten der Schule, da die Wertheimer Einrichtung als „qualifizierte Musikschule“ eingestuft sei.

Stolz verwies Stefan Blido in diesem Zusammenhang darauf, dass man ausschließlich mit Musiklehrern und Pädagogen mit Hochschulabschluß zusammenarbeite. Damit sei die optimale Unterrichtung der Schüler gewährleistet. Dass dieses Konzept sinnvoll sei zeige sich auch daran, dass man bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ überdurchschnittlich erfolgreich abgeschlossen habe.

Auf Nachfrage von FBW-Vorsitzendem Marcus Götz erläuterte Blido, dass sich die Musikschule nicht als reine Einrichtung für Kinder und Jugendliche verstehe. Selbstverständlich stehe die Schule auch Erwachsenen offen. Derzeit sei der Anteil mit ca. 3% allerdings relativ gering

Neu für die Besucher war die Tatsache, dass die Musikschule über eine eigene Notenbibliothek verfügt, deren Notenbücher auch von jedermann ausgeliehen werden können.

Neben den öffentlichen Trägern werde die Musikschule auch von einem Förderverein unterstützt. Dieser stelle jedes Jahr 10 bis 15 Tausend Euro zur Verfügung, die insbesondere für die Anschaffung und den Unterhalt von Musikinstrumenten eingesetzt würden.

Ein großes Lob sprach Blido der Stadtverwaltung aus. Die  Zusammenarbeit sei sehr gut und man finde stets ein offenes Ohr für Anregungen und Wünsche.

Zum Abschluss des Treffens im Saal der Musikschule war man sich in Reihen der Freien Bürger einig, dass die Musikschule einen wertvollen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt darstelle und als Einrichtung der Kinder- und Jugendbildung unverzichtbar sei.