Jahreshauptversammlung der Freien Bürger Wertheim
Zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung trafen sich die Mitglieder der Freien Bürger Wertheim in der vergangenen Woche.
In seinem Rechenschaftsbericht ging Vorsitzender Marcus Götz zunächst auf die Aktivitäten in den zurückliegenden zwölf Monaten ein.
Hierbei standen Besuche in Reicholzheim und Mondfeld auf dem Programm. Weiterhin beschäftigte man sich bei Treffen vor Ort mit dem Zustand und den Entwicklungsmöglichkeiten der Burg, traf sich mit den Verantwortlichen der Rotkreuzklinik und diskutierte im Polizeirevier die Auswirkungen der Polizeireform.
Ebenfalls ausführlich wurde ein mögliches Hochwasserschutzkonzept vorgestellt.
Bei einem Treffen mit Anwohnern im Hofgarten wurde die Belastung durch das Burgbähnle in Augenschein genommen. Ein Betriebsbesuch bei der Firma Horn rundete das Jahresprogramm ab.
Wie Marcus Götz betonte, zeigten die vielfältigen Termine und Themen, dass man sich stets zeit- und bürgernah mit den aktuellen Problemen und der Weiterentwicklung der Stadt beschäftige. Beispielhaft hierfür sei der Vor-Ort-Besuch mit den Anwohnern der Eichelsteige im Hofgarten gewesen. Hieß es bis zu diesem Zeitpunkt seitens der Verwaltung, dass man an der Verkehrssitutation und der Lärmbelästigung unter der die Anwohner litten aus eigentumsrechtlichen und finanziellen Gründen kurzfristig nichts ändern könne, sei es dann plötzlich kurz nach dem Termin zu einem Einlenken der Stadt gekommen und innerhalb kürzester Zeit zu einem Umbau der Einmündung des Waldwegs von der Burg in die Eichelsteige.
Bei der anschließenden Diskussion und den Berichten der Gemeinderäte aus den Gremien wurde auch der Hochwasserschutz nochmals aufgegriffen. Altstadtbeirat Hollenbach berichtete, dass gegenwärtig die Machbarkeit im Zuge einer Diplomarbeit weiter untersucht werde. Die nach dem letzten Hochwasser angedachte Fonds- bzw. Stiftungslösung zur Unterstützung der Geschädigten bei künftigen Überflutungen laufe derzeit leider nur auf kleiner Flamme weiter; sei durch den Regierungswechsel aber offenbar nicht ganz aus dem Blick geraten.
Gemeinderat Vogeltanz blickte auf einen Besuch beim Betreuungsabgeordneten für den Main-Tauber-Kreis, Schmidt-Eisenlohr, vor zwei Wochen zurück. Gemeinsam mit Kollegen aus dem Gemeinderat habe man das Gespräch in Stuttgart gesucht, um damit auch der von den FBW unterstützten Resolution zum Erhalt der Polizeiakademie nochmals Nachdruck zu verleihen. Obwohl man, auch nach dem Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzeden Schmidel in Wertheim, ein ganz gutes Gefühl gehabt habe, sei es dann doch zu der ernüchternden Entscheidung gekommen den Standort Wertheim zu schließen. Es gelte nun zeitnah für die freiwerdenden Gebäude aber auch die vorübergehend von der Realschule genutzten Räumlichkeiten ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Hierbei müsse man die Landesregierung in die Pflicht nehmen.
Beim Besuch in Stuttgart wurde auch erneut der dringend notwendige Ausbau der A3 auf Wertheimer Gemarkung thematisiert. Die widersprüchlichen Aussagen von alter und neuer Landesregierung, ob für den Ausbau nun ein Antrag auf vorrangige Behandlung gestellt worden sei oder nicht, konnte hierbei leider nicht aufgeklärt werden. Nochmals nachdrücklich wurde gegenüber dem Abgeordneten von Bündnis90/Die Grünen auf die Dringlichkeit der Entschärfung der Kurve am Tremhof bzw. dem Ausbau des gesamten Streckenabschnitts der Landesstrasse in diesem Bereich hingewiesen.
Nichts neues gebe es wohl bezüglich des Neubaus für das Wertheimer Krankenhaus, so Hubert Sadowski. Offenbar sei auch noch immer kein Bauantrag gestellt worden, obwohl der Neubau eigentlich spätestens im Herbst begonnen werden solle.
Aus dem Messeausschuß berichtete Werner Kozyra. Man habe sich intensiv mit der Weiterentwicklung des Traditionsfestes befaßt und könne für dieses Jahr mit neuen, großen und attraktiven Fahrgeschäften rechnen. Auch für das Rahmenprogramm seien etliche interessante Veranstaltungen geplant, von denen man sich hohen Besucherzuspruch verspreche.
Drigenden Handlungsbedarf bzgl. der Entschärfung der Kreuzung am Roller-Markt in Bestenheid mahnte Thomas Szabo an. Es habe hier in den letzten Monaten einige schwere Unfälle gegeben. Die Verwaltung solle daher aufgefordert werden zu prüfen, ob der Umbau der Kreuzung in einen Kreisverkehr machbar wäre und diesbezüglich Kontakt mit dem Land als Eigentümer der Strasse aufnehmen.
Der Kassenbericht durch Kassierer Hans-Jürgen Hogh und der Bericht des Kassenprüfers Arno Zegowitz zeigte keine Besonderheiten, so dass beiden einstimmig Entlastung durch die anwesenden Mitglieder erteilt wurde.
In seiner Vorschau erläuterte Marcus Götz, dass man die Besuche von Wertheimer Unternehmen fortsetzen werde. Der direkte Austausch man den lokalen Unternehmern sei für Kommunalpolitiker unabdingbar, um Wertheim, als größten Industriestandort der Region, auch weiterhin zu stärken. Auch die Vor-Ort-Termine auf den Ortschaften würden fortgeführt bzw. noch weiter verstärkt. Dies, wie auch Besuche in kommunalen Einrichtungen, jedoch ohne festen Terminplan, sondern stets abhängig von aktuellen Entwicklungen und den Sorgen und Problemen der Bürger.