Kandidaten der Freien Bürger Wertheim stellten sich den Bürgern vor Ort

Gleich an drei Standorten, auf dem Marktplatz in Wertheim sowie zwei Supermärkten in Bestenheid und auf dem Reinhardshof, waren am Samstag Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Bürger Wertheim präsent, um sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu stellen.

Von einigen Passanten wurde bedauert, dass der Marktplatz als Zentrum der Innenstadt am Abend völlig unbelebt sei. Wie Marcus Götz hierzu erläuterte, sei es nach vielen Gesprächen mit den am Markplatz ansässigen Gastronomen gelungen, diese in diesem Jahr probeweise dazu zu bewegen, die Cafes zwei Stunden länger, und damit bis 20 Uhr offen zu halten. Dieser Testlauf werde demnächst beginnen. Das in der vergangenen Woche erstmals durchgeführte Stadterlebnis habe gezeigt, so Götz weiter, dass wenn das Angebot stimme und alle Akteure an einem Strang ziehen, durchaus eine Belebung der Altstadt auch am Abend machbar sei. Der Veranstaltung müsse man nun, ähnlich wie beim Weinachtsmarkt, auch Zeit geben sich weiter zu entwickeln.

Wie FBW-Kandidat Rüdiger Schulz berichtete, der auch als Gästeführer unmittelbar die Eindrücke der auswärtigen Besucher aufnehmen kann, zeigten sich diese oft irritiert von der in den Abendstunden weitgehend verwaisten Altstadt. Die Weiterentwicklung und Belebung der Innenstadt sei daher eines der zentralen Anliegen der FBW im nächsten Gemeinderat.

Weitere Fragen drehten sich um die derzeitige Diskussion die Michaelismesse zeitlich und/oder örtlich zu verlegen. Man war sich einig, dass am bisherigen Standort der Messe nicht gerüttelt werden sollte. Manfred Busch erläuterte, dass eine zeitliche Verlegung durchaus denkbar sei. Ein zusätzliches Schützenfest am bisherigen Termin halte er jedoch für nicht machbar und vom Schützenverein alleine wohl nicht zu stemmen. An der Bezeichnung „Michaelismesse“, ergänzte Tanja Bolg, könne man bei einem früheren Termin eigentlich nicht mehr festhalten, stattdessen solle man das Fest als „Werdemer Mess‘“ zu einer Marke machen und klar gegenüber den Volksfesten im Umland positionieren.

Gesprochen wurde auch über die Verkehrssituation auf dem Wartberg bzw. dem Reinhardshof und die mit der Verlegung der Rot-Kreuz-Klinik möglicherweise entstehenden Verkehrsprobleme. Laut Tanja Bolg sei insbesondere von FBW-Gemeinderat Johann Vogeltanz die unbefriedigende Ein- und Ausfahrtssituation auf die Landesstrasse am Reinhardshof schon mehrfach thematisiert worden. Gerade auch an der Einmündung vom künftigen Klinikgelände auf die Gemeinde-verbindungstrasse Richtung Bestenheid seien nach Fertigstellung der Klinik Probleme zu erwarten. Aus Ihrer Sicht, so Tanja Bolg, sei hier noch keine zufriedenstellenden Lösungsvorschläge auf dem Tisch. Man müsse die Entwicklung daher kritisch im Auge behalten und bei einer Zunahme von Unfällen schnell reagieren. Besser sei es natürlich, bei absehbaren Problemen diese schon im Vorfeld zu beseitigen. Man könne nicht immer erst abwarten bis etwas passiere, schließlich sei jeder Unfall einer zuviel.